Junge Kunst am Niederrhein
29.10.2008

Stefanie Klingemann

Originalarbeiten aus der Endauswahl der Bewerber waren zu sehen am Mittwoch (29. Oktober) von 15 bis 18 Uhr in der Generatorenhalle. Freier Eintritt.

VIERSEN. Stefanie Klingemann aus Köln erhält als zweite Künstlerin das
Stipendium Kunstgenerator der Niederrheinwerke und der Stadt Viersen. Das hat die Jury gestern (27. Oktober) bekannt gegeben. Die Auswahl unter den 33 Bewerbern sei der Jury nicht leicht gefallen, berichtet ihr Vorsitzender, Professor Maik Löbbert, Rektor der Kunstakademie Münster: „Unter den Bewerbern sind einige herausragende Talente." Die Entscheidung für die 31 Jahre alte Stefanie Klingemann jedoch war eindeutig. Ihre Werke - gerne
Installationen im öffentlichen Raum - überzeugten durch große Kreativität und eigenwillige Kombinationen verschiedener Techniken wie z. B. inzenierte Selbstporträts. Sie setzt sich in ihren Arbeiten mit der Frage der Identitäsbildung auseinander. „Eine Performance mit grandioser Ausdruckskraft", begründet Professor Löbbert die Entscheidung. Arbeiten von ihr heißen „Vote me", „Fenster zu oder Heizung aus" und „Letzter Schlussverkauf". In diesem Jahr wurde die Künstlerin bereits mit dem Celeste Kunstpreis ausgezeichnet,
einem Wettbewerb zur Förderung zeitgenössischer Kunst in Deutschland. 2005 erhielt sie den ersten Internationalen Kunstpreis Ostbelgiens.

Das Auswahlverfahren ist zweistufig: Zunächst haben die sechs Juroren anhand von Fotografien der künstlerischen Arbeiten eine Vorauswahl getroffen. Vier Finalisten waren mit ihren Originalarbeiten zur Endauswahl eingeladen. Interessenten können die Arbeiten der Finalisten am Mittwoch, 29. Oktober, von 15 bis 18 Uhr in der Generatorenhalle der Niederrheinwerke sehen. Der Eintritt ist frei.

Stefanie Klingemann wird Ende Januar ihr Domizil in der Alten Lateinschule beziehen und dort ein Jahr lang arbeiten und leben. Mit dem Stipendium Kunstgenerator möchten die Niederrheinwerke und die Stadt Viersen junge Künstlerinnen und Künstler über die regionalen Grenzen hinaus fördern. Eswird bundesweit an Kunsthochschulen und Akademien ausgeschrieben. Dem jeweiligen Stipendiaten stehen neben einer monatlichen Unterstützung Atelier und Wohnung für ein ganzes Jahr zur Verfügung. Am Ende seiner Zeit in Viersen präsentiert er seine Werke in der Städtischen Galerie im Park. Eine dieser Arbeiten hat er den Auslobern kostenlos zu überlassen. Fleur Stoecklin war die erste Künstlerin, an die das Stipendium Kunstgenerator vergeben wurde. Ihre Viersener Arbeiten wurden vom 7. Dezember 2008 bis
18. Januar 2009 in der Städtischen Galerie im Park ausgestellt.

Mitglieder der Jury waren:
Maik Löbbert, Professor für Bildhauerei und Kunst im öffentlichen Raum, Rektor der Kunstakademie Münster, Thorsten Goldberg, Professor für Medienkunst an der Methesius Kunsthochschule Kiel, Mariejke Cieraad und Theo Lenders, beide Kuratoren im Odapark Vernray, Centrum für hedendaagse Kunst in den Niederlanden, Frank Kindervatter, Geschäftsführer der Niederrheinwerke Viersen und Tanja Muschwitz, Kulturreferentin der Stadt Viersen.



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